
Interkulturelles Konfliktmanagement
"Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln.“
Indira Gandhi
In multikulturellen Teams werden verschiedene ethnische Hintergründe repräsentiert. Diese Art von kultureller Vielfalt kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben.
Eine multikulturelle Gruppe kann zum Beispiel durch unterschiedliche Perspektiven die beste Lösung für ein Problem finden. Andererseits können aber auch die vielen Lösungsvorschläge für Verwirrung und endlose Diskussionen sorgen und die Problemlösung endlos in die Länge ziehen oder gar verhindern.
Durch die Vielfalt steigt die Zweideutigkeit, Komplexität und Verwirrung im Gruppenprozess, dadurch erkennen die Gruppen nicht, dass sie vom eigentlichen Ziel, der Produktivität, abgewichen sind.
Da die gemischten Teams von Anfang an wenig gemeinsam haben, herrscht auch weniger Zusammenhalt als in einheitlichen Teams. Dies lässt sich durch den höheren Grad an Misstrauen, falscher Kommunikation und Stress erkennen.
Bedeutende Konflikte im Unternehmen:
Kommunikationskonflikte: verursacht durch Sprach- bzw. Abspracheprobleme.
Rollenkonflikte: ein Individuum oder eine Gruppe gehören gleichzeitig zu mehreren Gruppen, die unvereinbare Ziele und Werte haben. Die Gruppen stellen unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an die Personen.
Beurteilungskonflikte: Parteien beurteilen den Lösungsweg eines gemeinsamen Ziels unterschiedlich. Der Weg zum Ziel ist unklar.
Strukturkonflikte: entstehen durch Gegensätze im Bereich der horizontalen und vertikalen Hierarchie. Vorgesetzte sollten mehr Fachkompetenz haben als ihre Mitarbeiter, die in ihrem Fachbereich größere Spezialisten sind als der Vorgesetzte. Trotzdem entscheidet der Vorgesetzte.
Systemkonflikte: entstehen durch Unklarheiten, was den Aufgabenbereich des Einzelnen betrifft.
Zielgruppe
International tätige Unternehmen, bi- und multikulturelle
Teams
Ziele des Trainings
Die TeilnehmerInnen
erfahren Sensibilisierung für fremde Kulturen und kulturelle Unterschiede;
erkennen kulturell bedingter Verhaltensweisen;
erlangen Kenntnis der Kulturabhängigkeit eigenen und fremden Denkens;
erhalten Klarheit über Begriffe und Zusammenhänge des interkulturellen Austausches;
erkennen ihr eigenes Potential an interkultureller Kompetenz in Teamkontakten zu fördern;
lernen, kulturfremde Bedeutungsmuster zu identifizieren und Empathie in der Interaktion mit Mitgliedern anderer Kulturen zu entwickeln;
lernen, mit Sicherheit und Kompetenz international zu arbeiten und Konflikte erfolgreich zu lösen;
erweitern ihre Handlungskompetenz und emotionale Sicherheit;
lernen Ihre eigene Kompetenz in Konflikt- und Grenzsituationen einzuschätzen;
erkennen das Fehleinschätzungen, Missverständnisse und Vorurteile zu Konflikten führen;
erweitern ihren Radius;
und erkennen Strategien und Transfermöglichkleiten von interkulturellen Aspekten in den Berufsalltag.
Inhalte
des Trainings
Die genauen Themen des Seminars richten sich nach
den konkreten Bedürfnissen der TeilnehmerInnen,
mit folgenden Inhalten als Schwerpunkt:
Konflikte als verändernde Kraft
- Konfliktbearbeitung: Diagnose – Prognose - Therapie
Diagnose - interkulturelle Konflikte erkennen und erhellen
- Bestimmung der Konfliktursachen
- Kommunikationskonflikte
- Rollenkonflikte
- Beurteilungskonflikte
- Anerkennungskonflikte
- Hierarchiekonflikte
- Wie werden diese Konflikte in der jeweiligen Kultur generell bewertet bzw. wie ist die Einstellung dazu?
- Identifikation der Bedeutung des Konflikts
- Diskussion der konfliktären Sachverhalte
- Umgang mit Konflikten und Stereotypen in einem virtuellen Projektteam
Prognose: Deutung und Auswertung der Situation
- Generierung geteilter Wirklichkeitskonstruktionen (z.B. Einschätzungen über Risiko, Eintrittswahrscheinlichkeiten und andere inhaltliche Aspekte des Konflikts, insbesondere die konkrete Abwägung der Handlungsfolgen)
- Mit wem kommuniziere ich?
- Unterschiedliche Problemlösungs- und Planungsstile
- Unterschiedliche Denkweisen
- Facework in verschiedenen Kulturen
- Macht, Hierarchie und Dominanz
- Win-win oder win –lose
- Welche Verhaltensweisen zur Lösung von Konflikten werden präferiert?
- Wann wird ein Konflikt als gelöst und beendet betrachtet?
- Peacemaking - Abstimmung des Handlungsbedarfs
Therapie: Aktive Behandlung von Konflikten und Erarbeitung von Lösungsvorschlägen,
Handlungsalternativen
- Konsensfindung durch Normenfindungsprozess (wichtig dabei: Hineinversetzen in die Situation des Anderen, Einsicht in das bessere Argument, allgemeine Akzeptanz der Folgen und Nebenwirkungen, die sich aus der Befolgung der strittigen Norm für die Befriedigung der Interessen eines jeden Einzelnen voraussichtlich ergeben)
- Austragen des Konflikts durch Wechsel auf die Diskursebene
- Erarbeitung der inhaltlichen Füllung / Interpretation der Diskursregeln
- Generierung einer neuen Leitlinie
- Konsens durch die Anerkennung von Dissens
- Interkulturelle Synergie
Methoden
Anschauungsmaterial,
Vorträgen, Präsentationen, Diskussionen,
Bearbeitung von "Critical Incidents",
Film, bzw. Videobeiträge, Arbeit mit Fallstudien,
Checklisten, Rollenspiele, interaktiven und verhaltensorientierten
Gruppenarbeiten, Evaluierung bisheriger Erfahrungen,
realitätsnaher Verhandlungsführung und
interkultureller Interaktionsanalyse, Follow up.
Der
oder die Teilnehmer erhalten vor Seminarbeginn einen
Fragebogen, der uns und Ihnen hilft die Inhalte
Ihren persönlichen und firmenspezifischen Interessen
anzupassen.
Hier erfahren Sie mehr über unseren Hintergrund und unsere Kompetenzen.
Dauer
Wir
richten uns nach Ihrem Bedarf.
Ort
Die
Trainings können in jedem Ort in Deutschland oder
im Ausland mit adäquaten Modalitäten durchgeführt
werden.
Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot: informationen@world-experts.de